StorytellingStefan Stiener

Über Storytelling-Stiener

01.04.2026 |

Was um Himmelswillen bringt einen dazu, eine Storytelling-Homepage zu gestalten, noch dazu mit dem eigenen Namen?

Ganz einfach: der Spaß und die Freude daran, Geschichten zu erzählen, die über eine der emotionalen Pforten – um mal das Neuromarketing zu bemühen – andere Menschen erreichen, im Sinne von unterhalten, bereichern und inspirieren.

Liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung, was euch hier erwartet, sind (zunächst) Storys rund um meine Leidenschaften und Interessen: Radfahren, Fotografie, Reisen, Kultur, Musik, Handwerk, Architektur, Selberdenken, Gestalten und – last but not least – Storytelling, bei dem nicht ich, sondern die Geschichte im Mittelpunkt steht. Wenn du Lust auf sorgfältig erzählte Erfahrungen, Gedanken und Fotonovellen hast, die mitunter mehr Fragen aufwerfen als beantworten, dann bist du hier richtig.

Die Erkenntnis

Ein halbes Jahr nach dem Ende meiner Tätigkeit bei Velotraum, wo ich nach der Betriebsübergabe weiterhin für die Homepage und alle Druckerzeugnisse zuständig war, bemerkte ich eine Leerstelle in meinem eigentlich ausgefüllten Leben nach dem Unternehmertum. Dabei fehlte mir weniger das Unternehmen selbst – und schon gar nicht das Hamsterrad –, sondern vielmehr die Tätigkeit, genauer gesagt die Passion, mit authentischen Geschichten verwandte Seelen anzusprechen und mit ihnen in den Dialog zu treten. Genau das hatte ich über 20 Jahre lang mit Erfolg und Freude für meine ehemalige Marke getan.

Die neuen Inhaber entwickelten mit der Zeit eine etwas andere Geschäftsidee sowie Kommunikationsstrategie, und spätestens mit der neuen Homepage war klar, dass es dort kein Storytelling à la Stiener mehr geben würde. Also stand ich vor einer »simplen« Entscheidung: Entweder ich mache etwas Eigenes oder ich verabschiede mich von dieser Passion.

Die Bedenken

  • Relevanz und Content-Sättigung – Braucht es in der digitalen Welt wirklich noch einen weiteren Sender? Zumal einen, der sich nicht auf einen strengen Themenfokus festlegt? Oder spielt diese Homepage vor leeren Rängen? Diese Fragen wird wohl nur die Zukunft beantworten können. Ich sehe jedoch immer Bedarf für Qualität und Substanz.
  • Personenkult – Bei Velotraum war ich zwar der prägende Kopf der Marke, doch im Mittelpunkt stand immer das Unternehmen. Nun müsste mein Name, meine Person, zum Markenzeichen werden. Davor habe ich lange zurückgeschreckt, weil ich nicht als Wichtigtuer wahrgenommen werden wollte. Die Lösung: Ich setze mein eigentliches Anliegen – das Storytelling – an die erste Stelle. Mein Name ist eher Absender als Marke, und die Geschichten sollen im Vordergrund stehen. Dass ich daneben anderen Unternehmern Begleitung und Sparring anbiete, macht das Ganze für mich inhaltlich und persönlich rund.
  • Stimmigkeit – Wie aufwändig und professionell muss eine Homepage sein, um als seriös, aber nicht überkandidelt, also angemessen, empfunden zu werden? Das ist nach meinem Dafürhalten inzwischen ziemlich gut gelungen: Form und Inhalt bilden ein stimmiges und authentisches Ganzes.
  • Inhalte – Würde ich es schaffen, ohne Kernthema genügend Themen für interessante Geschichten zu finden? Auch das wird sich finden, und ich setze dabei auch auf die Anregungen meiner Leserinnen und Leser – also euch, liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung. Eure Teilhabe ist vonnöten.
»Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen echtem Qualitätsanspruch und Lähmung durch Perfektion. Echte Qualität entsteht meistens im Prozess. Durch Ausprobieren, Scheitern, Verbessern. Lähmung durch Perfektion verhindert, dass der Prozess überhaupt beginnt.«

Die Umsetzung

Storytelling-Stiener wurde einmal mehr von Gerrit van Aaken umgesetzt. Wir arbeiten seit 2008 zusammen und kommen dabei immer schnell und zuverlässig zu guten Ergebnissen. Diesmal machte ich einen Entwurf, der sich stark am zeitlosen und klaren Design der letzten Velotraum-Homepage orientiert, während sich Gerrit um die Programmierung und den Feinschliff kümmerte. Für Interessierte: Die Seite wird beim deutschen Anbieter ALL-INKL.COM gehostet und als CMS kommt Kirby zum Einsatz. Dabei habe ich mich völlig auf die Empfehlungen von Gerrit verlassen.

Noch eine Bemerkung zum Gendern. Die Debatte über geschlechtergerechte Sprache verfolge ich aufmerksam und ich kenne die guten Argumente für mehr Sichtbarkeit und Gleichberechtigung. Gleichzeitig liegt mir eine ruhige, gut lesbare Typografie am Herzen. Auf dieser Seite verzichte ich deshalb weitgehend auf Gender-Sonderzeichen, ohne die zugrunde liegenden Anliegen damit kleinreden zu wollen.

Einige Besonderheiten

  • Blog als Startseite – Mit der Startseite geht es gleich mitten ins Geschehen des Storytellings.
  • Direkte Kommentarfunktion – Dank der direkten Kommentarfunktion können Nutzer spontan und unverstellt kommentieren, ohne sich umständlich registrieren und freischalten zu müssen. Es lediglich, die »Benimmregeln« zu beachten. Sobald der Kommentar freigeschaltet wurde, ist er online.
  • Foto-Novellen – Ausführliche Bilderstrecken mit aussagekräftigen Bildunterschriften für visuelles Storytelling. Sie sind eine Alternative zur Video-Berieselung oder textlastigen Beschreibungen.
  • Typografie – Weniger kann reizvoll sein. Wir haben uns bewusst auf die vielseitige »Franziska« von Jakob Runge beschränkt.
Das Vorbild: die ausgezeichnete »alte« Velotraum-Homepage mit 1.000 Besuchern pro Tag

Wie geht es weiter

Für mich soll Storytelling-Stiener ein Ort für offene Menschen sein, die Vielfalt, Sorgfalt, Wertschätzung, Gelassenheit und gesunden Menschenverstand schätzen. Welche Themen sich mit der Zeit durchsetzen, wird sich zeigen: Unternehmertum, Fahrradwelt, Alltagsphilosophie, Design, Kultur – vieles ist möglich. Wichtiger als das »Was« ist mir das »Wie«: eine Haltung, die weder belehren noch polarisieren muss, um klar zu sein.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich in kurzen Abständen weitere Artikel zu unterschiedlichen Themen veröffentlichen, damit das Ganze Kontur gewinnt. Für den Anfang habe ich auch drei überarbeitete Storys aus der Velotraum-Ära eingestellt, die zusätzliche Hintergrundinformationen bieten. Sie sind mit dem Hinweis »Vor 2026« gekennzeichnet. Mein Ziel ist es, alle ein bis drei Wochen eine neue Geschichte zu veröffentlichen.

Wenn dich dieser Ansatz anspricht, freue ich mich über deine Beteiligung – sei es durch Lesen, Weiterempfehlen oder Kommentieren. Aus deinen Reaktionen, Fragen und Anregungen werden sich viele der kommenden Geschichten entwickeln.

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